Archiv für den Monat: Juni 2011

talk walks mit bertram weißhaar und gästen

der spaziergangswissenschaftler bertram weißhaar hat sich ein tolles neues spaziergangsformat ausgedacht, die talk walks. aus der ankündigung: “TALK WALKs sind informative und quer gebürstete »Talk-Shows in Fortbewegung«. Diese Reihe urbaner Spaziergänge führen in wenig beachtete Zonen der Stadt oder aber vermitteln bekannte Orte aus vielschichtiger Perspektive. Jeweils ein Talk-Gast aus Leipzig und ein Gast von Auswärts begleiten und kommentieren die von Bertram Weisshaar vorbereiteten Spaziergänge. In einer stets anschließenden, etwa halbstündigen Talk-Runde werden die Beobachtungen entlang der zurückgelegten Route und die jeweils aufgesuchte Zone besprochen und dabei durchaus auch kritisch hinterfragt.”

abb.: atelier latent

an verschiedenen orten vornehmlich in leipzig, aber z.b am 2. juli auch in stuttgart, werden verschiedene themen der stadtentwicklung, planung und baukultur erlaufen und dabei angesprochen. eine auswahl an interessanten gästen begleitet die gruppe und reflektiert den zurückgelegten weg aus ganz unterschiedlichen perspektiven.

schade, dass leipzig nicht so ganz nah ist, wer aber zeit hat, dem seien die spaziergänge unbedingt empfohlen, da bertram weißhaar ein ausgewiesener spaziergang- und urbanismuskenner ist.

weitere infos hier das progamm gibts hier

listen to the streets – ein soundwalk rund um den campus der tu berlin

zum diesjährigen planerInnentreffen an der tu berlin lud karsten michael drohsel zu einem klangspaziergang um den campus ernst-reuter-platz ein. schwerpunkt war die frage nach den auditiven qualitäten des stadtraums, die sensibilisierung für verschiedene klangquellen zu unterschiedlichen zeiten und der spielerische umgang damit. ziel war es einen ort auf seine spezifischen klänge zu untersuchen und eine partitur zu entwickeln, um diese in eine komposition zu bringen. aus der ankündigung:

wir bringen die stadt zum klingen! auf einem spaziergang kommen wir an verschiedenen orten vorbei, die wir auf ihren spezifischen klang untersuchen und diesen als basis für ein musikstück nehmen können; das heißt, wir reagieren auf akustische stadtraumsituationen und geräuschbilder mit unserer eigenen interpretation. dazu benutzen wir den körper als klangquelle und nutzen darüber hinaus das, was wir vorfinden, um rhythmus, melodie und undefinierbares herzustellen. mit straßenschildern, an fassaden, auf mülltonnen, in tunnels oder mit herumstehenden einkaufswägen können tolle klänge erzeugt werden, sie müssen den „instrumenten“ nur entlockt werden.

teilt eure begeisterung! die stücke werden live gespielt und digital aufgenommen. im anschluss können diese, wenn ihr ein smartphone besitzt, über audio-boo (ein programm, das sounds geolokalisiert in einer landkarte abspeichert) ins internet gestreamt werden bzw. anderweitig weiterverarbeitet werden.

es bildeten sich schlussendlich drei teams, die jeweils einen eigenen ansatz verfolgten und aus diesem eine partitur erstellten. hier sind ein paar beispiele zu sehen. nur zu, ihr könnt ja den ernst-reuter-platz mal besuchen und die partituren ablaufen oder auch neue aufspüren:

  

ein klangbeispiel gibt es hier zu hören, infos über den pit hier, pit berlin findet ihr hier und das programm hier