Archiv für den Monat: Oktober 2011

spaziergangswettbewerb verlängert

mea culpa, ich weiß, keine drohbriefe mehr schreiben ;-)), ich habe die einladungsmails zu spät verschickt. dass das niemand zum nachteil gelangt verlängern wir die frist zur einreichung bis zum 30. november, sodass jetzt alle, die vor allem mir geschrieben haben, dass zu wenig zeit zum laufen und schreiben ist, einen beitrag einreichen können. wir freuen uns schon auf die waschkörbe-ladungen, die der mailpostbote uns ab heute zustellt. liebe grüße und frohes gehen!

alle infos zum wettbewerb hier

ick schpresch nord-neukölln! stadtspaziergang am 21. oktober

sensorische stadtforschung

nord-neukölln ist wohl der der sich am rasantesten verändernde stadtteil von berlin. noch vor kurzer zeit im negativsten licht der nationalen und regionalen wahrnehmung, jetzt angesagtester szenebezirk mit einer ungahnten dichte an temporären galerien und clubs, soya-milch-eis-bars, diy-läden und brezelmanufakturen. hier finden sich zeitgleich zeichen der ehemals den bezirk dominierenden bevölkerung, sowie der neu zugezogenen kreativ-szene. aber auch zeichen des nahenden umbruchs sind zu sehen: erste blöcke sind saniert, die mieten steigen und der protest dagegen beginnt.

 

kontakte mit anreinern und viele gespräche mit menschen auf der straße zeichnen ein eindeutiges bild – es droht ein konflikt, hervorgerufen durch veränderte wohn- und nutzungsgefüge und die dadurch beförderte aufwertung und verteuerung des wohnraums, sowie schlussendlich durch die einhergehenden verdrängungsprozesse.

was bedeuten solche prozesse für die planung, wie sie an einem institut für stadt- und regionalplanung gelehrt wird, welche ziele kann eine planung in einem solchen gebiet mit den vorliegenden konflikten haben, welche mittel werden eingesetzt, wer wird dem anderen gegenüber in vorteil gebracht, wie wird dies begründet und wer profitiert davon?

bevor es möglich ist auf diese fragen antworten zu finden und später in einer beruflichen funktion vielleicht auch entscheidungen treffen zu können, beginnen wir getreu der auffordernden frage robert e. parks: „vas you there cholly?“ mit der vor-ort-analyse des stadtraums. auf dem spaziergang lernen wir methoden und werkzeuge kennen, wie ein stadtteil begangen werden kann. wir versuchen unterwegs ein nord-neukölln-relevantes thema zu ermitteln und fertigen kognitive karten (cognitive maps) an, um unsere eindrücke zu verorten.

der spaziergang wird durchgeführt von karsten michael drohsel und richtet sich primär an die erstsemesterstudierenden der stadt- und regionalplanung am isr der tu berlin. einige wenige interessierte externe können jedoch ebenfalls teilnehmen. eine anmeldung könnt ihr über mail an stadtstadtstadt bei web de senden.

es wird bei jedem wetter jemand am treffpunkt sein, sodass der spaziergang stattfinden kann, sofern interesse ist. für die kognitiven karten benötigen wir nach möglichkeit a3 kopierpapier, mehrfarbige stifte, wenn möglich eine digitalkamera oder kamera-handy, diktiergerät oder smartphone mit aufnahmefunktion (letztere sind aber nicht notwendig, der spaziergang funktioniert auch ohne medienunterstützung).

im anschluss an den spaziergang kehren wir gemeinsam in ein caffee auf dem weg zu u-bahn ein, um die erlebnisse zu reflektieren und fragen zu beantworten.

21. oktober 2011,  ab treffpunkt hermannplatz alle infos über die angegebene mailadresse.