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Graphic Recording auf “Mehr als willkommen!”

Auf der Tagung “Mehr als Willkommen” der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.  hatte Sankt Urban die Möglichkeit einen Workshop grafisch mitzuschneiden.

Anfangs war die Wand mehr als weiss und leer, aber dank des interessanten Workshops von Anja Witzel füllte sich die Fläche dann doch rasch.

graphic recording kulturbrauerei_02Foto: Ses

Das Thema waren “Werte” im Zusammenhang mit der aktuellen Zuwanderung.

05_Workshop2-9786Foto: Mona Wetzel / Sophie Klein

05_Workshop2-9798 Foto: Mona Wetzel / Sophie Klein

 

Am Ende kam das raus:

DSCN0968Foto: Ses

doku_sw_cutFoto: Ses

Sa. 23. April 2016, 16 Uhr: Stadtforschertraining #20 mit Karsten Michael Drohsel

Écriture en Plain Air – Kreatives Schreiben in der Stadt

„Flanieren ist eine Art Lektüre der Straße, wobei Menschengesichter, Auslagen, Schaufenster, Cafè-Terrassen, Bahnen, Autos, Bäume zu lauter gleichberechtigten Buchstaben werden, die zusammen Worte, Sätze und Seiten eines immer neuen Buches ergeben“ schrieb Franz Hessel 1929 in „Spazieren in Berlin“.

Dieser Abschnitt, als Anleitung verstanden, eröffnet eine Methode der Stadtwahrnehmung, die es uns erlaubt die Stadt als Speicher für Fragmente einer Geschichte zu sehen, den es zu entdecken gilt. Dies wollen wir, während eines aufmerksamen Spaziergangs durch eine Straße in Berlin-Mitte tun und dabei Buchstaben, Worte und Satzfragmente sammeln, die im Anschluss in einem Cafè zu einer Geschichte verdichtet werden. Weiterlesen

SA. 26.4.2014 14:00 Uhr: STADTFORSCHERTRAINING #08 MIT SEBASTIAN STROMBACH

DIE STADT als COMIC

Kann man Stadt als Comic lesen? Und liest man Comics eigentlich oder schaut sie an? Was passiert dann mit der Stadt, oder dem Comic?

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Klar ist dass der Comic ein urbanes Medium ist. Seit seiner Erfindung vor hundert Jahren lotet er moderne Zustände wie Simultanität, Durchdringungen und Geschwindigkeit aus. Hauptwesensmerkmal des Comics ist aber die Reihung von Bildern zu einer Sequenz. Wo findet man so etwas in der Stadt?

Und was ist mit Superhelden, Monstern und menschlichen Tieren? Robertern, Cyborgs und verrückten Professoren? All dass möchte dieses Stadtforschertraining herausfinden, die Antwort ist offen, und weitere Fragen sind höchst wilkommen. Und wie enden die meisten Experimente – richtig: BÄANNNGGGG !!!!!

Der Spaziergang wurde konzipiert von Sebastian Strombach, der ihn auch durchführen wird. Sebastian zeichnet selber Comics. Als gelernter Architekt, machte er Ausflüge in die Filmbranche, war als Stadtführer unterwegs und ist Mitglied von mikromakrowelt.

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Beginn: Samstag, 26. April 14:00 Uhr (s.t.=pünktlich) im Lustgarten, vor der Freitreppe des ALTEN MUSEUMS. Für alle Fälle kann Sebastian unter 0176.54768270 erreicht werden.

Dauer: Ca. 2+ Stunden mit abschließender Einkehr. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos. Jedoch wäre es schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Vortragenden und die Materialien geben könnte.

Das Stadtforschertraining findet zweimonatlich, i.d.R. jeweils am 3. Samstag statt. Der nächste Termin ist somit am 21.Juni. Das Thema wird rechtzeitig über die üblichen Plattformen bekanntgegeben.

Literaturempfehlungen:

Scott McCloud: “Comics richtig lesen”

Mélanie van der Hoorn: “Bricks & Ballons – Architecture in Comic-Strip Form”

Ausschreibung für die Entwicklung einer Stadtführung in Berlin

2012 entfachte in Berlin in den Medien sogenannte “Spätzlekrieg”. Vor allem am Prenzlauer Berg tauchten an den Hauswänden Graffitis wie die Abkürzung TSH (Totaler Schwabenhass) oder “Schwabe verpiss’ dich” auf. Der Schwabe wird demnach als Symbol für die Mietpreiserhöhungen und die Gentrifizierung (teilweise Disneyfikation) ikonisiert.

ARTTOURS aus Stuttgart wollen dieser Thematik nachgehen und in der neuen Saison eine Stadtführung durch Stuttgart in Berlin durchführen und eine eigene Rolle im Gentrifizierungsprozess spielen. Fragen hierbei sind u.a.: Welches Bild oder Karikatur eines “Schwaben” außerhalb Baden-Württembergs zeigt die (von den Medien) beschriebene oder (subjektiv) erlebte Situation? Wie passt das zu dem Bild mit denen Marketingstrategen und Medien Baden-Württemberg portraitieren? Wie sind die Medien zu verstehen? Wie spiegelt das Medien-Spekatakel reale oder live Events wieder?  Welche Beziehung haben eingewanderte Schwaben zu Berlin und welche Rolle spielen sie im Gentrifizierungsprozess? Welche Infrastrukturen oder welche Hierarchien sind entstanden? Warum ziehen so viele Schwaben nach Berlin? Wie kann mann eine Stadtführung durch Stuttgart in einer anderen Stadt durchführen? Wie und wo (wenn überhaupt) manifestiert sich “Stuttgart” in Berlin?

Alle Kunstformen und Herangehensweisen sind willkommen. Wir suchen unerwartete, experimentier-freudige, spielerische, subversive, herausfordernde und provokative Wege um sich kritisch mit einem Ort auseinanderzusetzen.

Alle Infos zu Ausschreibung findet ihr hier oder im PDF der Ausschreibung Prenzlauer Bergle

SA. 15.02.2014 14:00 Uhr: STADTFORSCHERTRAINING #07 MIT BORIS BOEKHOFF

Zwischen Altstadt und Autobahn – das Berliner Nikolaiviertel

 Das Nikolaiviertel ist der historische Kern Berlins. Es liegt Mittendrin und ist doch nicht so richtig dabei, wenn es um die Wahrnehmung des alten Berlins und die Altstadt geht, um die sich jede Stadt insbesondere bemüht.

Im Rahmen seiner vor zwei Jahren geschriebenen Bachelor-Arbeit “Berlins guter Kern…und keiner geht hin. – Desintegrative Topologien um das Nikolaiviertel” im Studiengang Landschaftsplanung und -architektur (Bachelor), hat sich Boris Boekhoff mit der Wahrnehmung und Begehbarkeit von Berlins älterter Mitte beschäftigt. Diesen Faden wollen wir aufnehmen und in einen kleinen forschenden Spaziergang versuchen herauszufinden, warum dieses historische Wohn- und Geschäftsviertel so zentral aber doch so oft so unbeachtet in der Stadt liegt.

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Wir wollen während des Spazierens zwischen dem Viertel und den angrenzenden Stadträumen hin und her “diffundieren” und werden uns durch das Schwellengebiet des Nikolaiviertels bewegen: einer leergeräumten Gegend aus breiten Straßen, Parkplätzen, namenlosen Abstandsgrün, aber auch ruhigen, fast vergessenen Altstadtpassagen und urigen Ecken.

In einer Mischung aus Flanerie, geführten Stadtspaziergang und forschender Begehung werden wir hier den historischen Spuren und Verbindungen der alten Stadtstruktur nachspüren und uns ein eigenes Bild über die Stellung des Nikolaiviertels im heutigen Berlin machen.

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Der Spaziergang wurde konzipiert von Boris Boekhoff, der ihn auch durchführen wird.

Beginn: Samstag, 15. Februar 14:00 Uhr (s.t.=pünktlich) am Eingang des Ephraim Palais, Poststraße 16, Berlin-Mitte

Dauer: Ca. 3 Stunden mit abschließender Einkehr. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos. Jedoch wäre es schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Vortragenden oder Vermittelnden und die Materialien geben könnte.

Das Stadtforschertraining findet zweimonatlich, i.d.R. jeweils am 3. Samstag statt. Der April-Termin findet aber feiertagsbedingt ausserhalb des Turnus statt. Datum, Zeit, Treffpunkt und Thema werden rechtzeitig über die üblichen Plattformen bekanntgegeben.

SOUND MAPPING KREUZBERG – EINE KRITISCHE KARTIERUNG im Rahmen des OPENiT Festivals

Ein klassisches Format der Mobilen Universität ist die „Impuls-Universität“, die vom Impulsbüro mikromakro entwickelt wurde. Der Idee liegt zugrunde, dass alle lokalen EinwohnerInnen als ExpertInnEn für ihr Lebensumfeld sind und deshalb auch für lokale Prozesse primäre Ansprechpartner sein sollten.

Ziel einer „Impuls-Universität“ ist es, die Aufmerksamkeit auf bisher nicht beachtete oder ungewöhnliche Phänomene der Stadt zu lenken und entlang einer These oder expliziten Fragestellung zum einen gemeinsame Lerneffekte zu initialisieren und zum anderen einen lokalen Wissensspeicher zu schaffen. Ergänzt wird dieses Wissen durch Meinungen und Kenntnisse nicht-lokaler TeilnehmerInnen, die nicht nur einen Blick von aussen mitbringen, sondern auch die durch direkte oder indirekte Betroffenheit eingeschränkte Sicht hinterfragen, diese herausfordern und ergänzen. Die Vision ist, dass aus dieser Konstellation ein gemeinsamer Diskussionsprozess entspringt, der die Grundlage für ein gemeinsames „Impuls-Forschungsprojekt“ bietet.

Im Rahmen des vom 26. – 29. September 2013 in Berlin Kreuzberg stattfindenden OPENiT Festivals haben wir uns kurzfristig entschlossen eine Impuls-Universität zu Fragen der offensichtlichen Gentrifizierung rund um den Moritzplatz anzubieten. Unter dem Titel SOUND MAPPING KREUZBERG und der Fragestellung, ob Gentrifizierung sinnlich erlebbar ist, wollen wir eine kritische Kartierung rund um den Platz und in den angrenzenden Quartieren vornehmen.

Zentrale Fragestellung soll sein, ob man die durch die Gentrifizierung des Quartiers eingetretenen baulichen und nutzungsbezogenen Veränderungen hören kann, also wie sich die veränderte Raumsituation anhört und inwiefern sich diese von der historischen lokalen Soundscape unterscheidet. Angestrebt werden zwei Teilprozesse, einer tagsüber, einer spätabends bzw. nachts, um zwei vergleichbare Soundscape-Kartierungen zu erhalten.

Die TeilnehmerInnen des Prozesses entwerfen auf Grundlage der übergeordneten Fragestellung ein Forschungs-Setting, kartieren ein selbst festgelegtes Gebiet um den Moritzplatz, befragen ggf. Anreiner und Passanten, recherchieren historische Belege, ordnen und präsentieren die Ergebnisse, die abschließend gemeinsam reflektiert werden sollen. Für die Impuls-Universität sollen ausschließlich die lokalen Begebenheiten und Angebote genutzt werden. Somit wird durch dieses Format neben den direkten Ergebnissen auch die Fähigkeit vermittelt, an anderen Orten selbstständig spontane, themenbezogene Forschungsprojekte zu initiieren und lokales Wissen zu produzieren.

SOUND MAPPING KREUZBERG ist ein Kooperationsprojekt von Mobile Universität und mikromakrowelt. Der Prozess wird von Karsten Michael Drohsel begleitet.

Teil1 findet am 27.09.2013 zwischen 15:00-18:00 Uhr statt. Treffpunkt im Betahaus Cafe; Prinzessinnenstraße 18/19. Bitte Ausschau nach OPENiT Logo an einem der Tische halten.

Teil2 findet am 27.09.2013 zwischen 20:00-22:00 Uhr statt. Treffpunkt im Betahaus Cafe; Prinzessinnenstraße 18/19, wenn schon geschlossen treffen wir uns direkt davor. Bitte Ausschau nach OPENiT Logo halten.

Das gesamte Programm des OPENiT Festival wird tagesaktuell auf der Webseite des Festivals veröffentlicht.

SA. 17.08.2013 14:00 Uhr: STADTFORSCHERTRAINING #04 MIT KARSTEN MICHAEL DROHSEL

ZUFÄLLIG AUF ABWEGEN

Passend zum diesjährigen Thema des mikromakrowelt Spaziergangswettbewerbs „Verirren“ wollen wir euch in diesem Stadtforschertraining zum verirren anstiften. Doch verirren ist nicht so einfach, wie es scheint, zumal noch in einer Stadt, die den meisten von euch bekannt und vertraut sein dürfte. Also braucht es Schulung oder Anleitung.

Zufällige Spaziergänge, sog. Random Walks, sind eine Möglichkeit sich von der Orientierung in der Stadt zu verabschieden und zumindest für kurze Zeit verloren zu gehen. Wenn ihr dann noch sämtliche Smartphones und Navigationsapplikationen außen vor lasst, macht es euch bestimmt Spaß zu sehen, wohin ihr kommt, wem und was ihr begegnet und mit welchen Impressionen und Geschichten ihr wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt (Ich selbst habe mal in New York einen Random Walk mitgemacht und bin jetzt noch voller Erinnerungen an diesen Tag).

In diesem Sinne wollen wir euch herzlich zum vierten Stadtforschertraining einladen und im Anschluss die Erlebnisse mit euch teilen. Wir haben fünf verschiedene Random Walks vorbereitet, die ganz unterschiedliche Aufgaben für euch bereithalten.

Termin: Samstag 17. August 14 Uhr s.t. geht es los. Treffpunkt ist die Eisdiele Vanzella Gneisenaustraße 2 (Ecke Mehringdamm, direkt neben der Filiale der Commerzbank).

Dauer ca. 3 Stunden. Im Anschluss ist eine Einkehr in ein ortsnahes Café geplant. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos. Jedoch wäre es schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Vortragenden oder Vermittelnden und die Materialien geben könnte. Manche Materialien werden nur gegen Pfand ausgegeben.

Wer sich vorab informieren möchte, findet hier Links zum Buch „Verirren“ von Katrin Passig und Aleks Scholz, zum Buch „I wouldn`t start from here – Verzettelte Geschichten“ aus der Reihe Marbacher Magazine.

Das Stadtforschertraining findet zweimonatlich, i.d.R. jeweils am 3. Samstag statt. Der nächste Termin findet somit am 19. Oktober statt. Das Thema wird rechtzeitig über die üblichen Plattformen bekanntgegeben.