Schlagwort-Archiv: Stadterfahrung

SA. 15.10.2016 – 16:00 UHR: Stadtforschertraining #23 mit Anna Kostreva

 

THE GENERIC CITY TOUR

 

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Dear fiction writers, escape artists, administrators, activists, and the playfully curious,

I am looking for co-researchers into the production of the generic city.  As an urban researcher, architect and artist, I believe that the meaning and identity of a city are performed by it’s inhabitants as well as in it’s representations. What can we do to read the city around us in order to understand, critique and rewrite it?

Please join me in the upcoming Berlin walk on Kurfürstenstraße to investigate processes of globalization, the nausea of traffic, urban power structures, ubiquitous and conspicuous consumption, and the lost spaces of the commons. Please bring any materials for observation (notebooks, cameras, audio recorders…), tools of critique (sidewalk chalk, yarn, seedbombs…) or methods of escape!

Also, feel free to read the first case study walk in Oslo here .

„Als Stadtforscherin, Architektin und Künstlerin, glaube ich, dass die Bedeutung und Identität einer Stadt durch die Bewohner_innen geformt wird. Was können wir tun, um die Stadt um uns herum zu lesen, um sie zu verstehen, zu kritisieren und neu zu schreiben?“

Begleiten Sie Anna Kostreva auf einen Spaziergang durch die Kufürstenstraße. Erkunden Sie die Prozesse der Globalisierung, den Lärm des Straßenverkehrs, städtische Strukturen und die verlorenen Räume der Bürger_innen.
Bringen Sie gerne Materialien für die Beobachtung mit (Notizbücher, Kameras, Audiorekorder etc.) sowie Hilfsmittel, um Ihre Kritik äußern zu können (z.B. Kreide)

Anna Kostreva hat bei unseren jährlichen SPAZIERGANGSWETTBEWERB den Dritten Platz belegt.

Date: Saturday 15. October at 16.00 sharp
Meeting Point: Olof-Palme-Platz (at the stone fountain in front of the Aquarium), corner of Kurfürstenstraße and Budapester Str. (S+U Zoologischer Garten)
Language: English and German

Dauer: Ca. 2,5 Stunden, mit abschließender Einkehr.
 Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos. Über eine Spende für die Vortragenden oder Vermittelnden und die Materialien würden wir uns jedoch freuen.

Das Stadtforschertraining findet zweimonatlich, i.d.R. jeweils am 3. Samstag statt. Datum, Zeit, Treffpunkt und Thema werden rechtzeitig über die üblichen Plattformen bekanntgegeben.

SA. 16.07.2016 14:00 Uhr: STADTSPAZIERGANG “AUF DER SCHWELLE VON BENJAMIN” mit Sebastian Strombach

 

Wolkenbügel

Der Wolkenbügel auf der Schwelle zu Benjamin, Zeichnung: S. Strombach

In Rahmen der Kooperation mit dem KOSMOS KURFÜRSTENSTRAßE führt Sebastian Strombach seinem Walter Benjamin-Spaziergang erneut durch. Denjenigen die bereits frühere SFTs mitgemacht haben, könnte dieser Spaziergang wohlbekannt sein. Aber wie immer sind Wiederholungen vielfältigen Wandlungen unterworfen, und dieser Spaziergang als Auftaktveranstaltung für das KOSMOS KURFÜRSTENSTRAße-Projekt wird mit Sicherheit vielfach Neues bringen!

Paris, “Hauptstadt des 19. Jahrhunderts” sollte das Hauptwerk Benjamins werden, doch die Wirren des 20. Jahrhunderts – nicht zuletzt ausgehend von Berlin – verhinderten dies. Wie würde Benjamin heute durch Berlin gehen? Einer Stadt die sich in den letzten 70 Jahren mehrmals radikal verändert hat. Mit Hilfe des Flaneurs wollen wir uns in der Stadt “verirren” und gleichzeitig “Schwellen” finden zu anderen Räumen, anderen Zeiten. Bekannte Orte werden plötzlich von Utopien überwuchert, auf abseitigen Wegen werden wir Fragmente entdecken, Spuren suchen, die kaum noch zu erkennen sind. Eine Stadtpassage von der Yorckstraße bis zum Tiergarten, durch einstmals glänzende Viertel und Berlins verruchteste Ecken.

Beginn: Samstag, 16. Juli 14:00 Uhr (s.t.=pünktlich)
Haupteingang Park am Gleisdreieck, Yorckstraße (U + S Yorckstraße)

Dauer: Ca. 3 Stunden mit abschließender Einkehr.
Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos. Jedoch wäre es schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Vortragenden oder Vermittelnden und die Materialien geben könnte.

 

Sankt Urban auf der re:publica!

Gleich auf der Eröffnungsveranstaltung waren wir unterwegs in Sachen Urban Gaming.
Mit newbes ging es gleich los in den benachbarten Kiez auf der Suche nach Pfeilen im urbanen Raum. Streng analog natürlich! Da die Teilnehmer nicht fotografiert werden wollten, mußten wir mal wieder zum Stift greifen und schnelle, dreckige Skizzen machen.
Viel Spaß gab es dann wieder mit den selbstgezeichneten Pfeilkarten auf dem re:publica Gelände. Da die Hauptveranstaltung erst am nächsten Tag losging war der Innenhof vom Gleisdreieck das Spielfeld.
Dennoch gab es hier viel zu entdecken, und als wir mit der Aufgabe zum Thema Hören/Wahrnehmen in einen hallenden Gewölbe gelangten, war schnell eine Verschwörungstheorie in die Welt gesetzt.
Selbst die Katzen-Aufgabe (“Folge einer Katze”) war leichter zu lösen als gedacht.
Rundherum zufrieden gingen die Teilnehmer am Ende wieder in die digitale Welt…

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Pfeile unter der Hochbahnstütze

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Bedeutet der Pfeil “da lang”, oder geht es hier zum Haus Nr. 23 ?

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Alle Pfeile auf eine Karte zeichnen?

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“Follow the cat!” (auf dem T-Shirt) – aber sie bewegt sich nicht!

IS PORTA – A MOBILE CART FOR THE NEIGHBOURHOOD

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Unter den Fittichen von bi-bak arbeitete Sankt Urban eine Woche, und mehrere Wochen vor Ort im Weddinger Soldiener Kiez.
Es ging darum lokale Handwerker mit Flüchtlingen zu vernetzten, und diesen durch ihre Tätigkeit im Kiez eine Einstiegsmöglichkeit in unsere Gesellschaft zu bieten.
Unsere Feldarbeit mündete in ein genaues Verzeichnis von Handwerksbetrieben, die offen waren jemanden zu beschäftigen der sich nur schwer mit Deutsch, oder bestenfalls Englisch verständigen konnte.
Ein emotionaler Höhepunkt des Projektes war die Begnung mit den Flüchtlingen in den Räumen des Salem-Vereines. Hier führten wir kurze Interviews durch, um herauszubekommen wer Fähigkeiten hatte, die die Weddinger Handwerker gebrauchen konnten.
Unglaublich motiviert und mit vielen Hoffnungen begegneten uns viele Menschen, die wir leider nur zum Teil weitervermitteln konnten.
Da wir unsere Arbeit dokumentieren wollten, aber gleichzeitig die Würde dieser Menschen nicht verletzen wollten, fingen wir an diese mit Zeichnungen zu porträtieren.
Die Nasen waren leider meistens viel zu Groß und so gab es viele Lacher.
Babylonische Sprachverwirrung herrschte dann beim Treffen mit den Handwerkern: Der Hund der Schneiderinnen angesprochen auf Deutsch reagierte nicht. Denn der war ein ungarischer Hund, worauf der syrische Junge polyglott ins Russische wechselte!
Die Ausstellung am Freitag anläßlich der Kolonnie Wedding war auch ein voller Erfolg.
Aus den Schubladen unserer Mobilen Workstation wurde im Nu ein Tisch improvisiert und ein afghanischer Teppichknüpfer (großes Projekt ein Teppich mit den Konterfei von Angela Merkel) führte mit seiner Nähmachine sein Können vor.
Wir sind jetzt sehr gespannt auf den zweiten Teil unseres Projektes im türkischen Sinop…

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Interview bei Salam

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Auf dem Weg in den Soldiner Kiez

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Im Computerladen

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Bei den Mode-Designerinnen, der Hund kann nur Ungarisch verstehen!

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Auf dem Smartphone wird eine eigene Arbeit gezeigt.

 

Urban Game Athens

Aus dem Kurs, den ich in Kassel gerade mitbetreue:

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Thank you for the amazing Saturday night. We gained a lot of interesting things and ideas.
Ευχαριστούμε για το υπέροχο σαββατόβραδο. Αποκτήσαμε πολύ ενδιαφέροντα πράγματα και ιδέες.

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To explore the city Karsten and Samuel developed an urban game for Moving School. Students choose different colours and start from a circle around the city center taking pictures of any object in this colour.

Spaziergangswettbewerb 2015 – DA LANG! – Urbane Spiele

Mal neue Wege gehen!

Mal neue Wege gehen!

Täglich weisen uns sichtbare und unsichtbare Regeln und Zeichen den Weg durch die Stadt. Gesetze und Verordnungen aber auch Verkehrszeichen und Piktogramme organisieren und bestimmen unser Verhalten. Dies teils radikal und unbewusst, weil wir die Rahmenbedingungen des Fortkommens (“nicht zu spät kommen!”, „keine Umwege gehen!“, „nicht trödeln!“, „effektiv und effizient sein!“ ) schon von Kindesbeinen an verinnerlicht (bekommen) haben.

Doch diese Regeln sind letztlich nicht so harmlos, wie sie auf den ersten Blick scheinen: Architektur, Städtebau und Stadtplanung folgen eben diesen Regeln und organisieren somit über Zulässigkeit oder Ausgrenzung, über Performativität und Anmutung nicht nur unser Verhalten, sondern konfigurieren eine gesellschaftliche Ordnung, die durch Markierungen, Grenzen und Gatter manifest wird.

Doch was, wenn wir beschließen die Stadt als Spielfeld zu begreifen und wenn wir in dieser Konsequenz unsere eigenen Regeln und Spielregeln aufstellen? Was, wenn wir uns Versuchsanordnungen überlegen und die oben beschriebene Logik, nach der Städte gebaut sind, auf die Probe stellen? Weiterlesen

Mobile Universität Tbilisi

Heute war Recherchetag für die Mobile Universität Tbilisi (Arbeitstitel: University of the Soul of Tbilisi, kurz: Soul University). Der georgische Maler Niko Pirosmanashvili hat Anfang des letzten Jahrhunderts eine Gesellschaftsvision entworfen, in der ein Teekessel, um den herum Menschen zusammenkommen und über wichtige Themen sprechen, eine zentrale Rolle spielt. Bisher waren wir uns nicht ganz sicher, ob das nur ein Mythos ist oder auf Tatsachen beruht. Nun, nach dem Besuch in seinem Museum sind wir uns sicher, die Geschichte mit dem Teekessel stimmt. Seinen Teekessel haben wir nebenbei auch gefunden.

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